Das Meet & Greet auf den Metallica-Konzerten wird ja auch immer mitgefilmt. Ausschnitte finden sich dann regelmäßig auf Metallicas Tour-Seite „MetOnTour“ (Anmeldung erforderlich). Hier ist der Beitrag zum Sonisphere in der Schweiz, es lohnt sich auf Lars zu warten (kommt als letzter ab 3:16, aber auch schon vorher solltet ihr auf den Hintergrund achten!):

Jaaaaaaaaaaaaaaa, ich bin jetzt ein Videostar!!! :-)

Apple: Lust und Frust

Veröffentlicht am 28. Juni 2010 von Ron in Apple, Laufen
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Derzeit scheinen beide Dinge bei Apple sehr nah beieinander zu liegen (zumindest bei mir). Ich freue mich auf mein neues iPhone4, nutze im Technik-Bereich fast nur noch Produkte von Apple und bin durchaus von deren Qualität und (teilweise) Überlegenheit überzeugt.

Aber man muss sich die Frage stellen, ob Apple nicht auch die Geister, die sie riefen nicht mehr los werden. Zum Beispiel:

  • Das „magische“ Gerät iPad wird großartig vorgestellt, beworben und mit jeder Menge Vorschußlorbeeren überschüttet. Was passiert? Alle, die für sich den Bedarf an solch einem Gerät erkannt haben bestellen und warten, und warten, und warten …
  • Das iPhone4 wird als größte Entwicklung im Smartphone-Markt seit der ersten Version des iPhones beworben und wartet durchaus auch mit einigen tollen Neuerungen auf. Aber was passiert? Die Leute bestellen und warten, und warten und warten immer noch (zumindest wenn man den Weg über die Telekom gewählt hat).

Was soll das? Künstliches Verknappung schön und gut, in gewisser Weise ist es ja ein legitimes Mittel um die Nachfrage zu steuern bzw. zu erzeugen. Aber sowas erzeugt doch eher nur noch Frust! Mir kann niemand erzählen, dass Apple sich fortlaufend bei der Produktion verkalkuliert. Oder muss die Entwicklung immer noch bis kurz vor knapp gehen und dann bleibt keine Zeit mehr für ausreichende Produktion? Könnte auch sein, denn scheinbar hat ja auch das iPhone4 diverse Kinderkrankheiten (nicht ausgetrocknete Kleber, Probleme beim Empfang wenn die Antennen abgedeckt sind etc.). So wird der Endanwender dann zum Beta-Tester. Damit läuft Apple aber Gefahr, den selbst geschaffenen Mythos zu zerstören und zu einem „ganz normalen“ IT-Unternehmen zu werden (natürlich ist Apple letztendlich ein ganz normales IT-Unternehmen, aber eben mit dem gewissen Etwas). Und das wäre wirklich schade. Nebenbei gesagt wäre es dazu aber auch mal wieder an der Zeit, dass Apple mal wieder mit etwas wirklich innovativem um die Ecke kommt …

Und damit noch zu einem ganz anderen Apple-Frust-Problem: Warum speichert mein iPod Nano eigentlich nicht die Trainingsleistungen von Nike+, wenn man das Programm auch mal nicht nach dem vorgeschriebenen Weg verlassen wird. Da läuft man persönliche Bestleistung, ruft dies auch immer wieder zwischendurch ab drückt dann aber einmal den falschen Knopf und schon ist alles weg. Das regt mich echt auf muss ich sagen! Kann das bitte mal verbessert werden? Danke!

Das Sonisphere in der Schweiz hat ja bekanntermaßen noch eine besondere Überraschung für mich bereit gehalten: ein Meet & Greet mit Metallica! Für mich ist damit doch so etwas wie ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Immerhin bin ich jetzt schon seit über 20 Jahren Fan der Band. Und so wars:

Zunächst haben wir uns am Eingang zum Pressezentrum getroffen und unseren Meet & Greet-Pass erhalten (ist auf meinem T-Shirt zu sehen). Danach wurden wir in den Backstage-/Catering-Bereich geführt (nicht ohne vorher darauf hingewiesen zu werden, uns doch soweit möglich vom Schlamm zu befreien). Immerhin durften wir dann im Gebäude warten und hatten so Gelegenheit uns aufzuwärmen und wieder etwas zu trocknen. In einem Gang sollten wir uns dann alle in Reih und Glied aufstellen. Dann wurden uns nochmal ein paar Regeln eingebleut (nicht einfach rumlaufen, in der Reihe stehen bleiben, jeder nur zwei Sachen zum Unterschreiben etc.). Das Ganze war schon relativ straff organisiert, das ist aber denke ich für einen reibungslosen Ablauf (von dem dann ja alle was haben) auch nötig. Die Bandmitglieder kamen dann jeweils einzeln, teilweise mit längeren Pausen dazwischen (nur Lars und Kirk waren dann gleichzeitig da). Insgesamt hat das Ganze dann ca. zwei Stunden gedauert.

Hier die Eindrücke zu den einzelnen Bandmitgliedern (in der Reihenfolge, in der sie auch gekommen sind):

Rob Trujilo
Rob kam als erster rein und wirkte eigentlich auch sehr sympathisch. Allerdings hatte man dennoch das Gefühl, dass er das ganze relativ routiniert durchgezogen hat. Er hatte nicht so viel Zeit fürs Gespräch und hat die Reihe dann auch schnell durchgemacht. Immerhin mochte er mein T-Shirt („Hey, I like your shirt!“). Hat Geschmack der Mann!

Rob und Ron

Rob und Ron

James „Papa Het“ Hetfield
Das James eine echte Persönlichkeit ist, konnte man schon merken, als er den Raum betreten hat. Sofort waren alle auf Ihn fixiert und er hat den Raum „ausgefüllt“. Allerdings alles in einer sehr angenehmen, zurückhaltenden Art – keine Spur von Arroganz oder ähnlichem. Er hat sich auch mehr Zeit für uns genommen und sich ausführlicher mit jedem unterhalten. Bei mir ging es los mit einem „Handshake-Ritual“ – das war irgendwie komisch, hat aber das Eis gleich gebrochen. Ich habe ihm dann aus tiefstem Herzen dafür gedankt, dass er mich durch seine „Arbeit“ zur Musik geführt und zum aktiven Musiker gemacht hat. Musik ist immerhin ein wichtiger Teil meines Lebens und für mich absolut auf James zurückzuführen. Toll war, dass ich (zumindest) das Gefühl hatte, dass er mir sehr aufmerksam zugehört hat (Augenkontakt über die ganze Zeit) und es auch wirklich zu schätzen wusste. Im Anschluß haben wir uns noch über ESP-Gitarren unterhalten (alte ESPlorer vs. neue Version etc.). Er wirkte in allem sehr zugänglich, nicht distanziert.

Die Papas Het und Ron

Die Papas Het und Ron

Lars Ulrich
Noch bevor Lars richtig im Raum drin war, hat er sich schon mal durch laute Gespräche von Draußen angekündigt. Lars hat eine beneidenswerte Fähigkeit: Er schafft es, dass sich jeder sofort in seiner Gegenwart wohl fühlt. Egal ob man nervös oder souverän ist, ob man sich ganz gut verständigen kann oder kein Wort Englisch spricht, er kann auf jeden zugehen und ein lockeres, Gespräch anfangen. Außerdem hat er ein wahnsinniges Gedächtnis (dazu gleich mehr). Er hat jeden gefragt wo er/sie herkommt und bei mir („Nähe Stuttgart“) dann gleich gefragt, ob ich bei Daimler, Porsche o.ä. arbeite. Außerdem konnte er sich daran erinnern, dass beim letzten Metallica-Konzert in Stuttgart der VfB nebenan im Stadion ein wichtiges Spiel bestritten hat (und damit hat er recht, er wusste zu ziemlich jedem Herkunftsort der „Meet&Greeter“ was zu sagen). Auch ihm habe ich dafür gedankt, dass er für Metallica immer DIE treibende Kraft gewesen ist. Außerdem hat er dann noch gefragt, was/wer „Bloodred“ ist. Ich habe ihn dann aufgeklärt und dann noch mit ihm darüber gescherzt, dass bei mir der „Drummer“ immer macht was ich will. Ein wirklich sehr sympathischer Typ!!!

Der kleine große Däne und ich

Der kleine große Däne und ich

Kirk Hammett
Kirk Hammett wirkte überraschenderweise beim Reinkommen tatsächlich etwas arrogant. Auch er hat das Meet & Greet eher routiniert durchgezogen und hatte nicht so viel Seit. Ich habe ihn auf das Buch angesprochen, dass er noch dieses Jahr veröffentlichen will. Inhalt wird seine Sammlung von Filmplakaten sein (Horrorfilme sind ja seine große Leidenschaft). Er wollte aber nicht viel dazu sagen (dabei habe ich schon relativ detailiert gefragt: Gibt es auch Hintergrundinfos zu den Künstlern? Wird er es auch irgendwie künstlerisch einordnen? etc.), hat die zwei Sachen signiert und war dann auch schon weiter. Irgendwie schade.

Kirk und Ron

Kirk und Ron

Alles in Allem war es eine tolle Erfahrung und muss unbedingt wiederholt werden! ;-)

Nach dem Meet & Greet ging es dann wieder raus in den Matsch zu Motörhead. Verpasst habe ich dafür v.a. Slayer und Megadeth, war aber zu verschmerzen. Danke an die Band und den Metclub für dieses Ereignis!!

… oder auch „3 Inches of Mud“ hätten dieses Jahr das Motto für das Sonisphere in Jonschwil in der Schweiz sein können (oder eher müssen). So was habe ich noch nie erlebt (und muss es hoffentlich auch nie wieder) …

Nachdem wir um vier Uhr morgens losgefahren waren, die Fahrt reibungslos verlief und wir frühzeitig am Veranstaltungsort angekommen waren, haben wir uns aufgrund des Wetters (Regen wie in der Waschanlage und kalt) erst mal dazu entschlossen noch eine Weile im Auto zu bleiben. War vielleicht auch nicht schlecht sich noch mal etwas auszuruhen, denn der Tag sollte noch anstrengend werden. Gegen halb zehn sind wir dann mal los und konnten nach etwas Fußmarsch schon einen Blick von oben auf das Festivalgelände werfen. Da war dann doch schon zu ahnen, was da auf uns zukommen würde:

Pool of Mud (und da ging es noch ...!)

Pool of Mud (und da ging es noch ...!)

Vor dem Einlass haben wir uns lächerlicherweise noch versucht einen Weg durch möglichst wenig Schlamm zu suchen, das war aber dann schon wenige Meter später nutzlos, da es nur einen Zugang zum Gelände gab, der natürlich unter einer geschlossenen Wasser-/Schlammdecke lag. Nach einer gefühlte Ewigkeit sind wir dann endlich auf dem Gelände vor den beiden Bühnen angekommen und haben uns da noch ein Fleckchen mit Gras gesucht. Dort sollte dann für die nächsten Stunden unser Standort sein.

Die ersten Bands (u.a. Hellyeah, Atreyu und Devildriver) sind mehr oder weniger an mir vorbeigerauscht, da dort für mich auch musikalisch nichts geboten war. Der erste Höhepunkt des waren dann Anthrax, die ich live vorher noch nie gesehen habe. Von den „Big 4″ sind Anthrax für mich sicherlich die Band, die ich am wenigsten kenne bzw. die ich über die Jahre quasi aus den Augen verloren habe. Es war aber schön die Band zusammen mit Joey Belladonna live zu sehen, denn der ist für mich der eigentlich „richtige“ Anthrax-Sänger.

Anthrax im Regen

Anthrax im Regen

Nachdem Bullet For My Valentine ganz unterhaltsam waren (wenn auch irgendwie sehr glattgebügelt) kam die für mich große Überraschung des Tages: Alice in Chains. Vielleicht lag es daran, dass sich die Musik vom bisher gehörten wohltuend abhob, vielleicht lag es auch an der absolut souveränen und tighten Performance. Die Setlist bot eigentlich alle Highlights der Bandkarriere und hat so richtig Spaß gemacht! Da ich mich dann langsam auf den Weg zum Treffpunkt für das Meet & Greet mit Metallica gemacht habe (Bericht folgt gesondert! Update: hier geht´s zum Meet & Greet-Bericht, Update-Nachtrag: es gibt auch noch ein Video vom Meet & Greet), habe ich von Slayer nicht mehr so viel mitbekommen. Das was ich aber gehört habe, hat mich tief schockiert: was ist Tom Araya mittlerweile live schlecht geworden! Die Stimme ist ja überhaupt nicht mehr da und die Ansagen hat man jetzt auch schon zig mal gehört (er mag das ja vielleicht kultig finden, aber wenn man die Songs jahrelang immer gleich ansagt ist das für mich einfach nur langweilig). Ich war dann zwei Stunden weg und bin erst zu Motörhead wiedergekommen, die auf der Bühne aber richtig gerockt und eine gute Show abgeliefert haben. Mittlerweile war dann auch endlich mal die Sonne rausgekommen!

Der Motörizer

Der Motörizer

Im Anschlus spielten noch Rise Against, die zwar ganz nett aber auch nicht weiter interessant waren. Um 21.15 Uhr war dann endlich Showtime für Metallica. Kurz gesagt: es war für eine Festival wieder mal eine super Show mit einer geilen Setlist, die den Schwerpunkt eindeutig auf älteres Material gelegt hat:

  • Creeping Death
  • For Whom The Bell Tolls
  • Ride The Lightning
  • No Remorse
  • Fade To Black
  • That Was Just Your Life
  • The End Of The Line
  • Sad But True
  • Welcome Home (Sanitarium)
  • Broken, Beat and Scarred
  • One
  • Master Of Puppets
  • Fight Fire With Fire
  • Nothing Else Matters
  • Enter Sandman
  • Breadfan
  • Whiplash
  • Seek and Destroy

Leider machte sich auch hier der doch arg verwehte Sound bemerkbar, sodass der Genuß doch etwas getrübt wurde. Dennoch war es mal wieder seeeeeehr gut (in der Halle ist es aber noch besser!). Hier noch ein paar Impressionen:

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es mittlerweile schon nichts mehr besonderes war, bis zu den Knöcheln im Schlamm zu stehen?

Ein Bild sagt mehr als ...

Ein Bild sagt mehr als ...

Auf dem Rückweg wurde es dann noch schlimmer: der Weg war fast gänzlich unbeleuchtet, der Schlamm hatte die Konsistenz von Kaugummi angenommen und es waren tausende Menschen unterwegs. Zum Glück ist während des Tages nichts passiert, denn wäre es im schlimmsten Fall zu einer Panik gekommen, dann wäre es garantiert richtig böse ausgegangen! So war es einfach nur nervig und am Ende eines langen Tages nochmal extranstrengen. Hier war das Festival aber definitv ganz schlecht geplant!! Sowas darf eigentlich nicht passieren.

Was bleibt, sind einige gute Auftritte, die Freude über die Sonne am Nachmittag und die Erinnerung an sehr widrige Umstände. Nächstes Mal gerne wieder in der Halle … ;)

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus!

Veröffentlicht am 13. Juni 2010 von Ron in Konzerte, Musik
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Am kommenden Freitag findet ja in Wil in der Schweiz eine Ausgabe des diesjährigen Sonisphere statt (ich berichtete bereits). Heute erreichte mich dazu die Nachricht, auf die ich schon seit Jahrzehnten (wirklich wahr) gewartet habe:

Congratulations!! You are the lucky winner of something every MetClub member covets – the meet and greet pass! You have won one pass for the show on June 18 2010 Zurich, Switzerland – Sonisphere – Jonschwil Degenaupark.

Meet and Greet mit Metallica! Ein Lebenstraum wird war! Unfassbar!!