Schon vor einigen Jahren habe ich mit While Heaven Wept die meiner Meinung nach beste amerikanische “Doom”-Band entdeckt (besser als die üblichen Verdächtigen wie z.B. Solitude Aeternus …). Wobei die Band mit den Jahren eigentlich immer weniger mit Doom zu tun hat, höchstens eine gewisse melancholische Grundstimmung ist noch geblieben. Musikalisch würde ich WHW eher dem (70er-beeinflussten) Rock-Sektor zuordnen. Legendär ist aber auf jeden Fall schon die Geschwindigkeit, in der die Band bzw. deren Hauptsongwriter Tom Phillips neue Songs schreibt: das kann sich dann auch schon mal über Jahre für einen Song ziehen. Lange Zeit hatte ich nur das Album “Of Empires Forlorn”, habe jetzt in kurzer Zeit aber zweimal zugeschlagen und das aktuellste Album “Vast Oceans Lacrymose” sowie die Wiederveröffentlichung von “Sorrow Of The Angels” gekauft. Die letztgenannte CD ist auf 1000 Stück limitiert und ich habe die Nummer 680 bekommen. Ist irgendwie auch mal schön, so eine personalisierte CD zu haben.

Sorrow Of The Angels Nummer 680

Sorrow Of The Angels Nummer 680



Dieses Jahr gibt es neben dem Opeth-Konzert in Essen noch einen Höhepunkt, den ich mir natürlich nicht entgehen lassen kann:

Das Lineup des Sonisphere-Festivals 2010

Das Lineup des Sonisphere-Festivals 2010

Das letzte Mal, dass ich zumindest zwei der Bands zusammen auf einer Bühne gesehen habe war 1990 auf der “Clash of the Titans”-Tour mit Slayer, Megadeth, Testament und den Suicidal Tendencies (das war ein geiles Konzert!!). Das diesjährige Lineup ist aber tatsächlich etwas, was es wahrscheinlich so nie wieder geben wird. Also: Pflichtprogramm!! Und mit u.a. “Heaven and Hell” und “Motörhead” ist auch nicht gerade ein schlechtes Vorprogramm dabei. Ich freue mich schon und hoffe, dass die Karten bald eintreffen.


Kurzer Hinweis in eigener Sache: für das Projekt “Bloodred” gibt es jetzt auch eine eigene MySpace-Seite. Da das ja heute “state of the art” für Bands zu sein scheint, habe ich halt einfach mal mitgemacht … ;)


In der lockeren Reihe über Musik die mich beeinflusst (oder beeinflusst hat) ist heute Immortal dran. Schon Mitte/Ende der 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte ich den Black Metal “entdeckt”. Damals habe ich aber eher an der Oberfläche gekratzt (mit Bands wie Dimmu Borgir, Emperor oder Cradle of Filth). Nach meiner Rückbesinnung vor ein paar Monaten habe ich mich dann nochmal intensiv um dieses Genre gekümmert. Dabei haben sich Immortal für mich als das absolute Highlight herausgestellt.

Immortal haben im ersten Teil ihrer Karriere den für mich idealen Black Metal gespielt: eine gute Mischung aus sehr schnellen, bösen Songs und epischen Meisterwerken. Technisch ist die Musik auf einem ansprechenden, aber nicht überragenden Level. Die großen Highlights sind (zumindest für mich) die beiden Alben “At The Heart Of Winter” und “Sons Of Northern Darkness“. Von diesen Alben gibts es hier dann unten auch beispielhaft zwei Songs. Das im September 2009 erschienene neue Album “All Shall Fall” kann aber im Gegensatz zu den alten Scheiben nicht ganz überzeugen. Es ist nicht wirklich schlecht und vielleicht lag auch die von Immortal selbst gesetzte Messlatte zu hoch, aber irgendwas fehlt dem Album. Dennoch ist es mittlerweile natürlich wie der gesamte Rest des Backkataloges Teil meiner Sammlung …

Und nein: dieser Eintrag hat nichts mit en aktuellen Winterverhältnissen zu tun … ;)